Entgrünung Butterfaßturm, Neuhaus, 21.10.2017

Durch kompetente Erschließung der Neuhauser Burgfelsen 2016 sowie Beteiligung am Kinderferienprogramm 2016 hat sich unsere DAV-Sektion auch in der Stadt Windischeschenbach schon letztes Jahr einen guten Ruf erworben. So kam es, daß bereits im Frühjahr 2017 der 1. Bürgermeister, Herr Budnik, auf mich zukam und anfragte, ob die Sektion dieses Jahr nicht ggf. bei der Pflege des Butterfaßturms in Neuhaus tätig werden könne. Fast parallel trug auch Herr Sperber, 2. Bürgermeister, – und mit dem Parkplatz gegenüber unmittelbarer Anlieger am Burgfelsen – die gleiche Bitte der Stadt an uns heran.

Der freistehende butterfaßartige Wehrturm, dessen oberer Turmteil einen geringeren Durchmesser hat als der untere, ist markanter Teil der Neuhauser Burganlage oberhalb der Kletterfelsen. Er besteht aus grobem Natursteinmauerwerk, dessen Fugen immer wieder von Gras, Buschwerk und jungen Bäumen als Lebensraum auserkoren werden. Alle Pflanzen – 2017 gelang es erstaunlicherweise sogar Sonnenblumen, sich in der senkrechten Turmwandung anzusiedeln – sehen dort aber allenfalls temporär gut aus. Letztlich schädigen sie das historische Mauerwerk durch Wurzelsprengung und machen es so noch frostempfindlicher. Buschwerk und Bäume können zudem hebelartig Lasten (Gewicht, ggf. mit Schnee/Eis) und Windenergie in die Bruchsteinmauer übertragen.

„Entgrünung“ ist so nicht nur eine rein optische Maßnahme, sondern auch für den Bauwerkserhalt notwendig.

Aktuell wurde die Befreiung des Butterfaßturms vom Wildwuchs dann aber erst wieder Ende September, mit bevorstehendem Ende der Vegetationsperiode. Kurzer Abstimmung der Aktion (Rückschneiden/Entfernung Grobbewuchs möglichst ohne Mauerwerkseingriffe und sonstige „Sanierungsmaßnahmen“) und entsprechenden sektionsinternen Ankündigungen via Facebook und Whatsapp war Interesse und ausreichende Bereitschaft zur Mitarbeit zu entnehmen und so folgte schlußendlich eine Terminfestlegung auf Samstag, 21.10.2017, 14:00. Auch Frau Lowak vom Neuen Tag wollte sich die Gelegenheit zu einigen Fotos nicht entgehen lassen.

Nun, das Wetter paßte am 21. und so waren die Einzigen, die sich nicht wirklich gefreut haben düften – neben den Kletterern, die dann leider doch keine Zeit fanden -, die Birken, Pappeln und Grasbüschel, denen es mit Sägen und Astscheren an den Kragen ging.

Danke an Norbert und Björn, die beiden anderen „Seil-Steilgärtner“! Ansonsten sprechen die Bilder und der Zeitungsbericht für sich.

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