Motivation ist alles!

     Kampenwandklettern im goldenen Oktober

 

„Ich mach das Auto voll, magst mit? Sonntag um 6 Uhr geht´s los“. Diese What´s App-Nachricht von Obermotivator Armin zerstreut den letzten Zweifel, wie der sonnige Oktobersonntag zu gestalten ist. Mit an Bord: Petra und Günther, die endlich am Abenteuer „Alpine Mehrseillängen“ schnuppern wollen und Großmotivator Nr. 2, Marco.

Nach 2,5 Std. Autofahrt und 15 min Museums-Seilbahn auf dem Kammweg angekommen, entscheiden wir uns angesichts des Nebels und der nach dem warmen Sommer sibirisch anmutenden 8 Grad erstmal für einen Kaffee, die auf Großstadt-Tourismus getrimmte Kampenwand-Gastronomie macht´s möglich. Wie ist das Kletterleben manchmal unalpin dekadent! Das übliche „Wie finde ich endlich den Einstieg“-Chaos hinter uns lassend, erreichen uns die ersten Sonnenstrahlen, während Marco und ich die teilweise speckigen Griffe und Tritte der trotzdem wunderschönen „Südost“ an der Südwand unter die Finger und Sohlen nehmen. Insbesondere die dritte Länge mit Wasserrillen und Plattenquergang genießen wir. Wären da nicht immer so komische Geräusche aus Richtung unserer zweiten Seilschaft nicht weit von uns……?!

5 Seillängen später sehen uns noch Grat und Hauptgipfel, ehe wir uns den Weg zwischen unzähligen Touristen aller Couleur zur Kaspressknödelsuppe und schließlich zur Gondel bahnen.

Führerautor Markus Stadler zu den Klettereien an der Kampenwand :

An den insgesamt etwa ein Dutzend Gipfeltürmen des Kampenwandgrates gibt es fast alle Arten von Kletterrouten. Von der 10 Meter Sportkletterroute bis hin zur 5 Seillängen langen alpinen Techno-Route ist alles geboten. Insgesamt sind hier aber die meisten Routen relativ gut abgesichert – fast alle lohnenden Klassiker wurden saniert. Trotzdem sind vor allem die Mehr-Seillängen-Routen keine Plaisirsteige. Die Hakenabstände betragen auch in den schwierigeren Längen oft 5 und mehr Meter und der souveräne Umgang mit Keilen und Friends, sowie oftmals einsetzbaren Sanduhrschlingen kann Stress reduzieren. Generell sollte man hier den Schwierigkeiten einigermaßen gewachsen sein. Nicht zuletzt deshalb, weil es sich um klassische Kletterei mit auch noch eher Oldschool-Bewertungen handelt. .

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