Techn. Daten:
ca. 300 Höhenmeter, 2 Stellen IV-, sonst III+,III, und kurze Stücke
II, große rote Thenius-Haken, Zeit in Zweierseilschaft für den
ersten Teil zur kl. Teplitzer Spitze ca.1 1/2 Std., Fortsetzung am Teplitzer
NW-Grat + 1 1/2 Std.
Abstieg von der kl. Teplitzer Spitze hinab auf den Steig ins Mohammedanerkar
und in westl. Richtung über´s Kerschbaumer Törl zurück
zur Karlsbader Hütte, ca. 1 Std. |
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Sie ist bei weitem nicht so groß und wirkt auch nicht so mächtig
wie ihre Nachbarn Seekofel und Simonskopf. Im Vergleich zu diesen wirkt
sie fast schon zart und zerbrechlich, jedoch läßt sich der
Blick eines jeden nicht so leicht von der Theplitzer Spitze wenden, da
dieses Felsgebilde doch sehr der Form des Matterhorns ähnelt. Deshalb
ist es auch kein Wunder, wenn jeder Bergsteiger das unweigerliche Verlangen
verspürt, selbst auf dem Gipfel zu stehen. Auf dem Standardweg ist
dies nicht allzu schwer zu meistern, da bis kurz unter den Gipfel ein
gut markierter Steig führt. Die letzten 50 m müssen jedoch durch
Klettern bewältigt werden, wobei für nicht ganz schwindelfreie
Kraxler ein Seil erforderlich ist.
Nordwand-Eller Route
Wer sich im Schwierigkeitslevel III wohl fühlt, ist hier am richtigen
Ort. Diese Nordwand ist ein absolutes Schmankerl! Angegangen wird die
Gipfelstürmerei über den rechten der zwei markanten Risse. Etwas
höher bildet der Riß im unteren Teilstück der Wand einen
wunderschönen höhlenartigen Kamin, der sich durch seine Griffigkeit
gut beklettern läßt. Dieser geht im Mittelteil in eine offene
Felsrinne über, der sich später unter mächtigen Überhängen
verzweigt. Wenn dies erstmals hinter sich gebracht worden ist, überquert
man ein nach links ausgesetztes Band, das auf eine senkrechte Verschneidung
trifft(Schlüsselstelle III+). Es folgen wieder Kamine und Rinnen,
die den Bergsteiger zur Ausstiegsscharte zwischen den Nordwestgrattürmen
führen.
Haspinger-Weg
Eine etwas kaotischere Linienführung, aber nichts desto trotz
sehr beliebte Route zur Teplitzer Spitze stellt der Haspinger-Weg dar.
Ausgestattet mit großen Thenius-Haken ist ein problemloses Sichern
gewährleistet. Man sollte sich jedoch nicht täuschen lassen;
denn dieser Weg ist um einiges schwieriger (einige Passagen IV) und luftiger
als die Eller-Nordwand. Vorsicht Klettererfahrung ist an dieser Stelle
absolut angebracht. Die ersten 100 m haben es nämlich ganz schön
in sich. Wer von der relativ kurzen Anstrengung noch nicht genug hat,
kann sich noch auf den genauso beschwerlichen Weg nach oben zur großen
Teplitzer Spitze (eine Passage IV-, sonst meist III)begeben. Die hier
üblichen roten Thenius-Haken dienen auch weiterhin als Wegweiser.
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