Teplitzer Spitze (Normalweg I)

Techn. Daten:
ca.350 Höhenmeter ab der Karlsbader Hütte; ca. 1 1/4 - 1 1/2 Std.
Abstieg auf gleichem Wege

Teplitzer Spitze (Nordwand Eller III+ )

Einstieg
von Karlsbader Hütte auf Steig und Schuttfeld bis zum Wandfuß am großen Kamin; ca 1/2 Std.

Techn. Daten:
ca. 250 Hm, III und II (nur 1 Stelle III+), keine Stand- und Zwischensicherungen, Zeit für Zweierseilschaft ca. 2 1/2 Std.

Abstieg am Nordweg (Südgrat), 3/4 Std.

Teplitzer Spitze (Haspingerweg IV-)

Einstieg
von der Karlsbader Hütte auf Steig und Schuttfeld bis zur Einstiegsrampe; 1/2 Std

Techn. Daten:
ca. 300 Höhenmeter, 2 Stellen IV-, sonst III+,III, und kurze Stücke II, große rote Thenius-Haken, Zeit in Zweierseilschaft für den ersten Teil zur kl. Teplitzer Spitze ca.1 1/2 Std., Fortsetzung am Teplitzer NW-Grat + 1 1/2 Std.

Abstieg von der kl. Teplitzer Spitze hinab auf den Steig ins Mohammedanerkar und in westl. Richtung über´s Kerschbaumer Törl zurück zur Karlsbader Hütte, ca. 1 Std.
 


Sie ist bei weitem nicht so groß und wirkt auch nicht so mächtig wie ihre Nachbarn Seekofel und Simonskopf. Im Vergleich zu diesen wirkt sie fast schon zart und zerbrechlich, jedoch läßt sich der Blick eines jeden nicht so leicht von der Theplitzer Spitze wenden, da dieses Felsgebilde doch sehr der Form des Matterhorns ähnelt. Deshalb ist es auch kein Wunder, wenn jeder Bergsteiger das unweigerliche Verlangen verspürt, selbst auf dem Gipfel zu stehen. Auf dem Standardweg ist dies nicht allzu schwer zu meistern, da bis kurz unter den Gipfel ein gut markierter Steig führt. Die letzten 50 m müssen jedoch durch Klettern bewältigt werden, wobei für nicht ganz schwindelfreie Kraxler ein Seil erforderlich ist.

Nordwand-Eller Route
Wer sich im Schwierigkeitslevel III wohl fühlt, ist hier am richtigen Ort. Diese Nordwand ist ein absolutes Schmankerl! Angegangen wird die Gipfelstürmerei über den rechten der zwei markanten Risse. Etwas höher bildet der Riß im unteren Teilstück der Wand einen wunderschönen höhlenartigen Kamin, der sich durch seine Griffigkeit gut beklettern läßt. Dieser geht im Mittelteil in eine offene Felsrinne über, der sich später unter mächtigen Überhängen verzweigt. Wenn dies erstmals hinter sich gebracht worden ist, überquert man ein nach links ausgesetztes Band, das auf eine senkrechte Verschneidung trifft(Schlüsselstelle III+). Es folgen wieder Kamine und Rinnen, die den Bergsteiger zur Ausstiegsscharte zwischen den Nordwestgrattürmen führen.

Haspinger-Weg
Eine etwas kaotischere Linienführung, aber nichts desto trotz sehr beliebte Route zur Teplitzer Spitze stellt der Haspinger-Weg dar. Ausgestattet mit großen Thenius-Haken ist ein problemloses Sichern gewährleistet. Man sollte sich jedoch nicht täuschen lassen; denn dieser Weg ist um einiges schwieriger (einige Passagen IV) und luftiger als die Eller-Nordwand. Vorsicht Klettererfahrung ist an dieser Stelle absolut angebracht. Die ersten 100 m haben es nämlich ganz schön in sich. Wer von der relativ kurzen Anstrengung noch nicht genug hat, kann sich noch auf den genauso beschwerlichen Weg nach oben zur großen Teplitzer Spitze (eine Passage IV-, sonst meist III)begeben. Die hier üblichen roten Thenius-Haken dienen auch weiterhin als Wegweiser.

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