Hart – Härter – Ötztaler Radmarathon

Wie der Slogan so schön heißt „Ich habe einen Traum“ – …den Ötztaler Radmarathon zu bewältigen!

Also gingen wir es an. Wir, das sind Manuel, Christian und Tobias. Für jeden von uns war es bereits das zweite mal. Manuel startete 2015 schon einmal, Christian und Tobias 2018. Nach unserer Ankunft in Sölden am Samstag holten wir unser Starterpaket und fuhren mit unseren Rennern ein paar Kilometer Richtung Rettenbachferner. Nach dem Abendessen neigte sich der Tag langsam dem Ende und die Anspannung stieg von Stunde zu Stunde. Als am Sonntag früh um fünf der Wecker klingelte ging es nach einem reichhaltigen Frühstück und letzten Vorbereitungen um sechs Richtung Start.

Um 6:45 Uhr war Anpfiff. Das Feld von ca. 4500 Teilnehmern setzte sich von Sölden Richtung Ötz in Bewegung um die Strecke mit 238km und 5500Hm zu bewältigen. Die Wetterverhältnisse waren sehr gut. In Ötz (820m) angekommen wartete der erste Pass, das Kühtai mit 18,5km, 1200Hm auf 2020m, auf uns. Danach fiel die Strecke ab, runter nach Innsbruck (600m) zum zweiten Anstieg, den Brennerpass mit 39km, 777Hm auf 1.377m. Als die Grenze nach Italien überschritten und Sterzing (960m) erreicht war, ging es in den Jaufenpass mit 15,5km, 1130hm bis auf 2090m. Nach einer langen Abfahrt nach St.Leonhard in Passeier (750m) folgte der letzte Pass. Das Timmelsjoch wartete mit 28,7km, 1759hm Anstieg auf 2509m zum krönenden Abschluss. Als das Timmelsjoch bezwungen war, ging es in Richtung Sölden zurück ins ersehnte Ziel, wo man von vielen begeisterten Zuschauer erwartet und gefeiert wurde.

Hier vergaß man alle Schmerzen und war glücklich den Ötztaler geschafft zu haben. Um 17:30Uhr trafen wir drei uns am Ziel wieder und tranken ein Bierchen wohl verdientes Bierchen. Als wir uns frisch gemacht hatten ging es zur Siegerehrung und Pasta Party in die Freizeitarena in Sölden mit einheimischen Freunden. Dort bekamen wir unser „Finisher-Trikot“ und konnten den Tag bei tollen Gesprächen Revue passieren. Der Ötztaler Radmarathon war wieder ein grandioses, sportliches Erlebnis und einzigartiges Event. Es war eine Ehre wieder dabei gewesen zu sein. Und nach ein paar Tagen, als alle Schmerzen und Strapazen vergessen waren und die positiven Eindrücke und Gedanken bei weitem überwiegten, sagten wir uns: „Nächstes Jahr kommen wir wieder!“

Bericht von: Schedl Tobias