Über den Hintergrat auf „König Ortler“

Am 21.09.2019 trafen sich Armin, Marco und ich um über den Hintergrat den 3.905 Meter hohen Ortler zu besteigen. Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir Richtung Süden. Auf dem Pendlerparkplatz in Wolfratshausen nahmen wir noch Theresa mit. Der Wetterbericht sagte bis zu 4 Stunden Sonnenschein voraus am Vormittag und am Abend Schnee. Das sollte zeitlich passen.

Über Garmisch – Fernpass – Reschenpass ging es zum Zielort nach Sulden. Wir holten unsere Rucksäcke aus dem Auto und gingen zur Talstation des Langensteinlifts der uns auf 2.200 Meter brachte. Die restlichen 400 Höhenmeter bis zur Hintergrathütte (Ausgangspunkt der Ortlerüberschreitung) legten wir über einen schönen Bergpfad zurück. Bei reichlichem Abendessen stießen noch Sandra und Sabine aus Kaltern zu uns, die die Überschreitung auch mit machen wollten. Da die Hütte ziemlich ausgebucht war, vereinbarten wir, bereits um 03:30 Uhr mit der Tour zu starten um an den Schlüsselstellen einem Stau aus dem Weg zu gehen. Im Licht der Stirnlampen machten wir uns auf den Weg. Das Wetter hatte sich verschlechtert (leichter Nieselregen), aber unter Führung von Marco fanden wir ohne Probleme den Einstieg in den Grat. An den ersten Kletterpassagen angekommen, begann es zu schneien. Die eigentlich leichten III + IVer Klettereien der Tour, wurden zu anspruchsvollen Kletterstellen, aber durch den Vorstieg von Marco und Armin meisterten wir alle schwierigen Abschnitte ohne Probleme. Trotz des widrigen Wetters erreichten wir gegen 10:30 Uhr überglücklich den Gipfel des Ortlers. Leider konnten wir wegen des dichten Nebels die Aussicht auf die Nordwände von Königsspitze und Monte Zebru nicht genießen. Nach einen Gipfelfoto legten wir unsere Steigeisen an und es ging über den Gletscher und einigen Abseilpisten in Richtung Payerhütte und Tabarettahütte. Gegen 16:30 waren wir wieder an der Talstation des Langensteinlifts.

Fazit: Trotz des widrigen Wetters waren wir alle übereinstimmend der Meinung, dass es eine tolle Tour mit bergsteigerischen Herausforderungen war.

Vielen Dank Marco und Armin für die sichere Führung über den Hintergrat zum Ortler.

Bericht von: Edi Schober